#0042 - Wanderung Venthône – Leuk

Mit dem Zug fahren wir nach Sierre und mit dem Bus nach Venthône. Dort beginnt die Wanderung. Venthône war im Mittelalter eine Herrschaft des Bischofs von Sitten. Die Wanderung geht weiter durch die Weinberge und über den Fluss La Raspille, welcher die Sprachgrenze zwischen dem deutsch- und dem französischsprachigen Wallis bildet. Der Fluss bewässerte seit Beginn des 16. Jahrhunderts die Suonen Tsittoret und Planige. Nach einem Streit unter den Einwohnenden in der Gegend rund um Siders und Salgesch ordnete der Bischof von Sitten die Aufteilung der Wasserrechte zu gleichen Teilen an.

In den 70er-Jahren ersetzten die Salgescher die Suonen durch ein modernes unterirdisches Bewässerungssystem.  Oberhalb von Salgesch folgt ein wunderschöner Abschnitt der alten Suone «Mengis Wasserleitu». Nach dem zweiten Weltkrieg begann hier der Wandel vom Bauern- zum Weindorf. 203 Hektaren Rebberge und über 40 Weinbetriebe prägen das heutige Salgesch. Weiter wandert man nach Varen. Danach folgt der kurze Abstieg zur Dalaschlucht. Dank der Lage an der Rhonetal- und Gemmiroute war Leuk früher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die tiefe und enge Schlucht war ein idealer Standort für eine Brücke. Weiter schluchteinwärts wurden im 20. Jahrhundert noch die weiteren zwei Eisenbahn- und Strassenbrücken gebaut. Kurze Zeit später erreicht man Leuk. Auffallend ist das Schloss, welches von Stararchitekt Mario Botta restauriert wurde. Es besteht aus einem frühromanischen Turm, einem angebauten Wohnhaus und einer Ringmauer. Zwanzig Minuten später endet Weinweg am Rhoneufer beim Bahnhof in Leuk. Mit dem Zug ging es dann wieder nach Raron. Morgen geht es weiter.